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Mittwoch, 04 April 2012
Charl Schwartzel drives off the 14th tee en route to victory in the 2011 Masters Tournament.  (Getty Images)
Charl Schwartzel drives off the 14th tee en route to victory in the 2011 Masters Tournament. (Getty Images)

Tiger Woods ist nach seinem Sieg beim Arnold Palmer Invitational zurück auf der Favoritenliste. Dazu zählen selbstverständlich auch Luke Donald und Rory McIlroy, die beiden Top-Platzierten der Weltrangliste.

Luke Donald - die Nummer eins

Wie kann der Weltranglistenerste nicht zu den Favoriten auf einen Titel zählen? Ein paar Einwände bestehen durchaus: Sieben Mal trat der Brite bereits im Augusta National an, doch nur drei Top-Ten-Platzierungen sprangen für ihn heraus (geteilter Vierter in 2011, T10 in 2007 und T3 in 2005). Ob es an der Länge des Platzes liegt? 6.796 Meter (7.435 Yards) misst der berühmteste Kurs in Georgia. Für den eher kurzen Donald ist das durchaus ein Problem. Andererseits: Wenn er seinen Touch auf den pfeilschnellen Grüns findet, zählt er zu den Titelaspiranten. "Ich denke, es ist wie in den meisten Wochen: Der Spieler, der wirklich gut puttet, hat eine Chance. Und genau das ist eine meiner Stärken in den letzten Jahren gewesen."

Rory McIlroy - der Talentierte

Im vergangenen Jahr sah der "Celtic Tiger" den überwiegenden Teil des Turniers wie der sichere Masters-Champion aus. Doch dann kam der Quickhook auf der Zehn. Es wurde eine grauenvolle 80 am Finalsonntag, und der Traum vom grünen Jackett löste sich in Rauch auf. Doch McIlroy zeigte gleich beim nächsten Major, was in ihm steckt. Mit acht Schlägen Vorsprung auf den Zweitplatzierten gewann er die US Open. Mit seinem Sieg bei der Honda Classic im März diesen Jahres löste er kurzzeitig Luke Donald von der Spitze des OWGR ab. Ins Masters startet er als Nummer zwei der Welt - und als einer der ganz großen Favoriten auf den Titel. Stimmt der Fokus? "Ich werde alles daran setzen, dieses Ding zu gewinnen", erklärte der 22-Jährige im Vorfeld. Na dann, viel Glück.

Tiger Woods - das Comeback?

Für Tiger-Fans war das Arnold Palmer Invitational die Erlösung. Endlich gewinnt Tiger Woods wieder ein Turnier. Doch war es der große Durchbruch der ehemaligen Dauer-Nummer-eins, die mit 14 Major-Siegen die zweitmeisten Major-Titel in der Bilanz hat? Erfahrung hat Woods: "Es ist mein 18. Jahr, ich habe also mein halbes Leben mit diesem Turnier verbracht." Ein Sieg bei seinem Lieblingsturnier wäre doch was! Und es würde ihn noch näher an den Rekord von Jack Nicklaus bringen.

Hunter Mahan - der Vorwochensieger

Der Texaner mit der markanten Sonnenbrille ist in der noch so jungen Saison bereits enorm stark unterwegs. Zwei Siege, darunter der WGC-Matchplay-Titel in Arizona, machen Hunter Mahan zu einem der Pros, die man nicht auf der Liste als Masters-Favorit hatte. Mittlerweile ist Mahan bereits auf Rang vier der Weltrangliste hochgeschossen. Mal sehen, was dem Zögling von Sean Foley in Augusta gelingt.

Phil Mickelson - der Routinier

Drei Mal durfte der 41-Jährige bereits das grüne Jackett entgegennehmen. Seine Form? Alles andere als schlecht. Bei seinem Sieg in Pebble Beach setzte er sich im Finale gegen Tiger Woods durch, eine Woche später wurde er bei der Northern Trust Open nach einem Stechen geteilter Zweiter. Sein Vorteil: Augusta liegt "Lefty" wie kaum ein anderer Platz.

Lee Westwood - der Dauerbrenner

Er ist der Mann der zweiten und dritten Plätze - zumindest in den Majors. Obwohl der Engländer zwei Mal die Order of Merit gewann und weltweit mehr als 30 Siege feiern konnte, war es ihm noch nie vergönnt, ein Major zu gewinnen. Warum es diese Mal beim Masters klappen könnte? "Westy" ist einer der besten Driver der Welt und verfügt über ein starkes Eisenspiel. Aber er weiß: "Vom Abschlag bis zum Grün ist Augusta National in etwa wie jeder andere Golfplatz. Aber um die Grüns herum geht es hier ans Limit." 2010 wurde er in Augusta Zweiter, im vergangenen Jahr reichte es für Rang elf. Wenn sein Putter heiß läuft, hat der 38-Jährige, der einst behauptete, noch nie in seinem Leben ein Buch gelesen zu haben, alle Chancen auf das Green Jacket.

Charl Schwartzel - der Titelverteidiger

Der Südafrikaner feierte im Vorjahr den größten Titel seiner noch jungen Karriere. Mit vier Birdies in Folge stürmte der Pro aus Johannesburg an die Spitze und gewann am Ende sogar mit zwei Zähler Vorsprung auf die Verfolger. Im Race to Dubai belegt der 27-Jährige aktuell Platz acht. Man sieht: Schwartzel ist in Form. Und sein Selbstvertrauen ist dank eines Major-Titels durchaus ein anderes: "Es fühlt sich für mich so an, als könne ich bei jedem großen Turnier, an dem ich teilnehme, auch gewinnen. Das ist ein herausragendes Gefühl."

Wer hat die besten Außenseiterchancen? Ein paar Namen fallen einem da durchaus ein. Wie wäre es mit dem Australier Jason Day, der 2011 geteilter Zweiter wurde. Der Australier ist jung, lang und puttet gnadenlos gut. Oder wie wäre es mit Alvaro Quiros? Der Spanier ist der Longhitter schlechthin auf der European Tour und scorte beim Masters 2011 zum Auftakt eine 65. Wären da nur nicht die drei anderen Runden noch gewesen. Immerhin wurde er 27.

Ein ganz anderer Typ von Spieler ist Louis Oosthuizen. Doch der Open-Champion von 2010 mit dem netten Spitznamen Shrek präsentierte sich in den letzten Wochen in sehr ordentlicher Form. Besonders der dritte Platz in Houston, als er drei Tage lang exzellent unterwegs war, lässt auf einen starken Masters-Auftritt hoffen. Peter Hanson wiederum war auf der US-Tour sogar so erfolgreich, dass er eine temporäre Mitgliedschaft annehmen durfte. Wenn das mal keinen Schub in Sachen Selbstvertrauen gibt.

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