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Sonntag, 22 April 2012
Branden Grace  (Getty Images)
Branden Grace (Getty Images)

So schnell kann es gehen. Vor einem Jahr kannte noch keiner im Golf-Zirkus seinen Namen. Das hat sich in Rekordzeit geändert. Denn mit seinem dritten Sieg innerhalb von vier Monaten auf der European Tour hat sich Branden Grace endgültig als zukünftiger Star etabliert. Nicht nur, dass der 23-Jährige aus Pretoria eine außergewöhnliche Rookie-Saison spielt, er zählt mit nun drei Siegen (Joburg Open, Volvo Golf Champions und jetzt in China) zu erfolgreichsten Profis in diesem Jahr.

Grace gewann mit 267 Schlägen (-21) klar vor Titelverteidiger Nicolas Colsaerts, der mit Platz zwei ebenfalls ein erstklassiges Resultat ablieferte. "Ich bin cool geblieben", kommentierte Grace seinen Sieg im Binhai Lake GC. "Ich habe den Ball erneut gut getroffen. Die ersten Löcher habe ich ein paar schwache Schläge gemacht, aber mich dann gefangen und auf den Par-5-Löcher, dort wo es zählt, die Birdies gemacht."

Die 69 (-3) am Finaltag war seine schwächste Runde, dennoch machte der Rookie beim Scoren kaum Fehler. Nur ein Bogey kam auf die Karte. Grace traf 15 Grüns, elf von 14 Fairways vom Tee und benötigte 31 Putts.

Mit nun drei Siegen ist Branden Grace erst der zweite Spieler auf der European Tour, dem es gelang, nach überstandener Qualifying School drei Mal in Europas bester Liga zu gewinnen. Dem Schweden Johan Edfors glückte das Kunststück ebenfalls, damals im Jahr 2006. Auch in China spielte der langhaarige Edfors mit, kam aber nicht über Rang 39 hinaus.

Auch in Sachen Alter ist Grace ein Eintrag in die Geschichtsbücher der European Tour sicher: Nur der kürzlich verstorbene Seve Ballesteros und Sandy Lyle waren jünger, als sie in einer Saison drei Titel gewannen.

Die beste Runde des Finalsonntags lieferte der Brite Richard Finch ab. Mit einer 66 verbesserte er sich um neun Plätze auf Rang drei. 

Francesco Molinari schloss das Turnier mit -15 auf dem sechsten Platz ab. Sein Bruder Edoardo belegte bei elf unter Par Rang 23. Einen deutlichen Sprung auf dem Leaderboard gelang Peter Hanson: Der Schwede, der beim Masters in Augusta Dritter wurde, verbesserte sich mit einer 65 (-7) bis auf Position 14. Ian Poulter (T23), Markus Brier (T44) und der ehemalige Ryder-Cup-Kapitän Colin Montgomerie (T60) landeten im Mittelfeld.

Siems Serie ist zu Ende
Der Rheinländer Marcel Siem war nach zwei Tagen mit Scores von 68 und 75 denkbar knapp am Cut von zwei unter Par gescheitert. Ebenfalls nach 36 Löchern zu Ende war die Volvo China Open für den jungen Hoffnungsträger Tom Lewis (76+69), Englands Paul Casey (68+79) und Oliver Fisher (75+75) sowie den erst 13 Jahre jungen Amateur Tian-lang Guan (77+79).

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Turnier Leaderboard

Name des SpielersNatLochPar
1GRACE, BrandenRSA18-21
2COLSAERTS, NicolasBEL18-18
3FINCH, RichardENG18-17
T4DUBUISSON, VictorFRA18-16
T4COETZEE, GeorgeRSA18-16
T6GONZALEZ, RicardoARG18-15

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