Donnerstag, 30 August 2012
Grégory Bourdy  (Getty Images)
Grégory Bourdy (Getty Images)
Es gehört zu den Lehren des Lebens, dass ein schöner Abschluss so manchen vorangegangenen Krampf wie ein leichtes Krämpfchen wirken lassen kann. Ein feiner Abend versüßt so manchen düsteren Nachmittag. Andersherum gilt das natürlich genauso. Man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend...

Da kannst Du sechs Birdies auf 15 Löchern spielen, zaubern, glänzen und tun.
Kommt das Double-Bogey an der 17, wirkt die 68er Runde (-3) flugs wie eine 74. Marcel Siem kann diese Geschichte nach Tag eins des Omega European Masters erzählen. Und er ist in einer Art emotional, dass er am Abend vielleicht sogar an eine 80 dachte. "Ich habe an der 17 versucht, defensiv zu spielen, normalerweise schlage ich da Driver ab. Doch der Ball springt von der Kante zurück in den Bunker", erklärt Siem auf Anfrage von Golf.de.

Der Anfang vom undankbaren Ende der Runde. Siem, 32, war dementsprechend bedient. "Sowas ist am schlimmsten. Wenn ich aggressiv ein Double-Bogey kassiere, dann geht's ja noch, aber so zipft mich das ganz schön an." Siem aber wird auch sehen, dass er trotz des Malheurs am Ende noch alle Möglichkeiten hat, beim European Masters im Schweizer Wallis ganz vorne zu landen.

Einerseits, weil das Spiel der Nummer 13 des Race to Dubai weiterhin sehr gut funktioniert. "Der Rest der Runde war echt gut. Ich habe viele gute Schläge gemacht und gut geputtet." Andererseits, weil er trotz Double-Bogey als geteilter 17. nur eben diese zwei Schläge Rückstand auf die immerhin fünf Viertplatzierten bei fünf unter Par hat. Lediglich der Franzose Grégory Bourdy konnte sich mit einer sensationellen 63 bei acht unter Par absetzen. Oliver Fisher (England) und Fredrik Andersson Hed aus Schweden teilen sich Rang zwei (-6).

Bourdy, 30, kam am Ende auf acht Birdies und blieb ohne Bogey. Bei der Irish Open vor ein einigen Wochen war Bourdy ebenfalls sehr gut gestartet (-7), legte dann jedoch eine 80 nach und fiel weit zurück. Das soll ihm nun nicht mehr passieren. Als 102. des Race to Dubai hat er das Geld für die Spielberechtigung 2013 noch nicht zusammen.

WIe Siem wird auch Alex Cejka am Abend, sollte er einen Blick auf seine Scorekarte geworfen haben, wohl nur die schwarze Sechs des Double-Bogeys gesehen haben. Nach zehn gespielten Bahnen lag der 41-Jährige bei vier unter Par, die doppelte Überspielung an der 2, seinem elften Loch, warf ihn zurück. Danach reichte es nur noch zu sieben Pars.

Deutscher Amateur überrascht
Nichtsdestotrotz hat auch Cejka, der für die Karte der European Tour noch ein paar Top-Ergebnisse benötigt, auf Rang 33 genau dieses weiterhin in Schlagweite. Überzeugende Leistungen zeigten auch die beiden deutschen Amateure Maximilian Walz und Michael Thannhäuser. Walz vom GC Ulm, Jahrgang 1992, spielte drei späte Birdies und liegt bei zwei unter Par sehr gut neben Cejka. Der 14 Jahre ältere Thannhäuser (Hamburger GC) hat ebenfalls Chancen aufs Wochenende (+1)

Ein schönes Erinnern - mehr aber nicht - wird das Omega Masters wieder einmal für Sven Strüver. Der Sieger von Crans Montana 1998 spielte eine 82, elf über Par. Bleibt Platz 156 von 156 Teilnehmern.


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Turnier Leaderboard

Name des SpielersNatLochPar
1RAMSAY, RichieSCO18-16
T2FRASER, MarcusAUS18-12
T2WATTEL, RomainFRA18-12
T2ANDERSSON HED, FredrikSWE18-12
T2WILLETT, DannyENG18-12
T6WIESBERGER, BerndAUT18-11

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